AST SpaceMobile hat den Start seines kommerziellen „Direct-to-Device“-Dienstes von Ende 2026 auf Anfang 2027 verschoben. Das Unternehmen plant außerdem, durch die Emission von vorrangigen Wandelanleihen bis zu 1 Milliarde US-Dollar einzunehmen.
Der Starttermin verschiebt sich, doch der Finanzierungsplan bleibt bestehen
AST SpaceMobile gibt an, die Erlöse zur Finanzierung des laufenden Betriebs, zur Sicherung von Startkapazitäten und zur Prüfung potenzieller strategischer Akquisitionen verwenden zu wollen. Das Unternehmen hatte ursprünglich eine Partnerschaft mit Blue Origin geschlossen, um 45 BlueBird-Satelliten an Bord der New-Glenn-Rakete zu starten und so eine erste kontinuierliche kommerzielle Abdeckung aufzubauen.
Eine Anomalie bei einem Bodentest Ende Juni 2026 führte zu einer Explosion der Oberstufe, wodurch „New Glenn“ außer Betrieb gesetzt wurde und die Verfügbarkeit von Startkapazitäten kurzfristig eingeschränkt war. Außerdem verlor AST SpaceMobile Anfang dieses Jahres einen „BlueBird“-Satelliten.
SpaceX schließt die kurzfristige Lücke
Die BlueBirds 11, 12 und 13 sind fertiggestellt und sollen in der ersten Augusthälfte 2026 an Bord einer SpaceX-Falcon-9-Rakete gestartet werden. Mit diesen drei Satelliten würde die Gesamtflotte von AST SpaceMobile im Orbit auf 13 Raumfahrzeuge anwachsen.
Was dies für Käufer von Satelliten-zu-Handy-Diensten bedeutet
Für Betreiber und Unternehmenskunden, die Angebote für „Satellite-to-Phone“-Dienste verfolgen, ist das Startfenster nach wie vor die entscheidende Größe: AST SpaceMobile strebt nun Anfang 2027 den Start des kommerziellen D2D-Dienstes an. Der Falcon-9-Start im August ist der nächstgelegene Meilenstein, gleicht jedoch die Verzögerung beim Starttermin des Dienstes nicht aus.
Axian Telecom, die Muttergesellschaft von Yas, arbeitet ebenfalls mit AST SpaceMobile zusammen, um Direct-to-Device-Satellitendienste in den Yas-Märkten in Subsahara-Afrika anzubieten.