Altair Semiconductor hat am 14. Oktober die Satellitenanbindung Iridium NTN Direct in seine IoT-Chipsätze ALT1350 und ALT1550 integriert. Die Integration soll die Kommunikation vernetzter Geräte über terrestrische Netze hinaus erweitern (via www.objetconnecte.com).
Der ALT1350 zielt auf extrem stromsparende Anwendungsfälle und unterstützt LTE-M und NB-IoT für Asset Tracking und Messwesen. Der ALT1550 ergänzt 5G eRedCap für interaktivere Endgeräte.
Die Satellitenfunktion ist direkt im Chip integriert und braucht daher keine zweite Komponente. Altair zufolge ist dieser Ansatz auf stromsparende IoT-Anwendungen ausgelegt.
Altair sagt außerdem, dass sich damit Entwicklungsaufwand, Leiterplattenfläche und Stromverbrauch verringern könnten. Die Mitteilung nennt weder einen Termin für die kommerzielle Verfügbarkeit noch Preise.
NTN-Integration auf Chipebene
Altair verlagert die Satellitenfunktion in den Chipsatz, statt sie als separates Zusatzmodul auszuführen. Das ist relevant, weil das Unternehmen denselben Siliziumbaustein für terrestrische und nicht-terrestrische Konnektivität im selben Gerät bewirbt.
In der Mitteilung nennt Altair zwei Produkte: den ALT1350 und den ALT1550. Der erste ist für extrem stromsparende Anwendungen gedacht, der zweite für interaktivere Endgeräte.
Was Altair zu den beiden Chipsätzen mitteilte
Der ALT1350 unterstützt LTE-M und NB-IoT für Asset Tracking und Messwesen. Der ALT1550 ergänzt 5G eRedCap.
Damit zieht Altair die Grenzen der Ankündigung: Genannt werden die Funkstandards und die Satellitenintegration auf Chipebene, nicht aber ein Starttermin oder Preise.
Iridium und Telekom testen
Der Artikel schreibt zudem, dass Iridium und Telekom NB-IoT Voice über LEO-Satellit testen. Das steht neben Altairs Integrationsankündigung, die genannte Aussage beschränkt sich jedoch auf den Test selbst.
Droam Perspective
Für IoT- und M2M-Einkäufer ist der entscheidende Punkt, dass Altair Satellitenfunktionen in den Chipsatz integriert, statt den Geräteherstellern ein separates Modem aufzubürden. Das verändert die Integrationsaufgabe, doch die Mitteilung liefert keine kommerziellen Eckdaten, um die Markttauglichkeit zu bewerten.
Asset Tracking, Messwesen und stromsparende Endgeräte sind die klar benannten Anwendungsfälle. Offen bleiben weiterhin die praktischen Fragen: wann die Chips kommerziell verfügbar sind und zu welchem Preis.