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Comarch verbindet seine Anwendergruppe mit IRIS², staatlichen Netzwerken und agentenbasierter KI

Comarch nutzte seine Anwendergruppe 2026, um IRIS², agentenbasierte KI und absichtsbasierte Abläufe als Prioritäten für CSPs zu definieren.

Comarch verbindet seine Anwendergruppe mit IRIS², staatlichen Netzwerken und agentenbasierter KI

Comarch nutzte seine Anwenderkonferenz 2026, um das europäische IRIS²-Programm, agentenbasierte KI und absichtsbasierte Betriebsabläufe mit der nächsten Runde der CSP-Architekturentscheidungen zu verknüpfen. Die Argumentation des Unternehmens stützte sich auf eine zentrale These: Satelliteninfrastruktur und autonome Netzwerksteuerung sind mittlerweile fester Bestandteil derselben Planungsdiskussion.

Die Veranstaltung findet vor einem bekannten Hintergrund statt. Geopolitische Instabilität hat die Konnektivität zu einem wesentlichen Bestandteil der nationalen Souveränität gemacht, und die Vereinigten Staaten verfügen über weitaus mehr Satelliten und starten diese viel häufiger als Europa. Das IRIS²-Programm der Europäischen Union investiert 10 Milliarden Euro in den Aufbau eines sicheren Satellitennetzwerks mit mehreren Umlaufbahnen, und eine solche Infrastruktur benötigt Bodensoftware, die komplexe Daten und die Missionssteuerung autonom verwalten kann, ohne auf andere Länder angewiesen zu sein.

Comarchs KI-Botschaft an CSPs

Marcin Kaleta, CEO von Comarch Communications, erklärte, dass sich die globalen Märkte in Richtung KI-Einführung verlagern und dass CSPs ihre Betriebsmodelle grundlegend überdenken müssen. Er sagte, dass Betreiber sich nicht mehr ausschließlich auf mobile Dienste für Endverbraucher verlassen können und sich stattdessen auf missionskritische Netzwerke, umfangreiche IoT-Implementierungen und autonome Satelliteninfrastrukturen mit mehreren Umlaufbahnen konzentrieren sollten.

Diese Sichtweise steht im Einklang mit dem übrigen Vortrag vor der Anwendergruppe. Comarch positionierte absichtsbasiertes Handeln und komponierbare Betriebsabläufe als Teil desselben Schritts in Richtung Automatisierung und nicht als separates Softwareprojekt.

Die Kostenargumente für absichtsbasierte Betriebsabläufe

Bei der Comarch-Anwendergruppe vorgestellte Kundenfallstudien zeigten, dass die Umstellung der Systeme zur Unterstützung absichtsbasierter Maßnahmen die Kosten für das Network Operations Center um 30 % bis 40 % senken kann. Dieselben Fallstudien ergaben, dass sich die durchschnittliche Reparaturzeit (Mean Time to Repair) um 10 % bis 20 % verbessern lässt.

Comarch wies zudem auf eine Bereitschaftslücke hin: Nur 6 % der CSPs verfügen über die erforderlichen Daten-Streaming-Fähigkeiten, um fortschrittliche KI-Modelle voll auszuschöpfen. Damit liegt der technische Engpass eindeutig auf der Seite der Betreiber und nicht auf der Seite der Modelle.

Was dies für die Roadmaps von Satelliten- und CSP-Anbietern bedeutet

Für Planer im Satelliten- und CSP-Bereich geht es weniger um Slogans als um Architektur. Eine souveräne Infrastruktur im IRIS²-Stil benötigt Bodensoftware, die eine autonome Missionssteuerung bewältigen kann, während Mobilfunkbetreiber dazu gedrängt werden, KI- und absichtsbasierte Upgrades anhand harter betrieblicher Kennzahlen zu rechtfertigen.

Diese Kombination führt dazu, dass KI, IoT und Satellitensteuerung weniger als separate Beschaffungsprozesse, sondern vielmehr als ein einziges Architekturentscheidungspaket betrachtet werden.

Quellen

Häufig gestellte Fragen

Wie viel investiert die EU in IRIS²?
Im Rahmen des IRIS²-Programms der Europäischen Union werden 10 Milliarden Euro in den Aufbau eines sicheren Satellitennetzwerks mit mehreren Umlaufbahnen investiert.
Welche Leistungssteigerungen wurden in den Comarch-Fallstudien angegeben?
In den auf der Comarch User Group vorgestellten Kundenfallstudien wurde dargelegt, dass absichtsbasierte Maßnahmen die Kosten des Network Operations Center um 30 % bis 40 % senken können. Außerdem wurde angegeben, dass sich die durchschnittliche Reparaturzeit (Mean Time to Repair) um 10 % bis 20 % verkürzen lässt.
Wie viele CSPs verfügen über die für fortschrittliche KI-Modelle erforderlichen Daten-Streaming-Fähigkeiten?
Nur 6 % der CSPs verfügen über die erforderlichen Daten-Streaming-Fähigkeiten, um fortschrittliche KI-Modelle voll auszuschöpfen.

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