Orange, Free und Bouygues Telecom bieten Patrick Drahi im Rahmen der SFR-Transaktion 20,35 Milliarden Euro an; die Verhandlungen sollen am Freitag enden. Die Käufer erwägen zudem einen Plan zur Mitarbeiterbindung, da sie befürchten, dass wichtige Mitarbeiter das Unternehmen verlassen könnten.
SFR beschäftigt mehr als 8.000 Mitarbeiter, und durch die Transaktion würde sich die Zahl der französischen Telekommunikationsanbieter von vier auf drei verringern. Diese Konsolidierung würde unvermeidliche Überschneidungen bei den Supportfunktionen und in den Filialen zur Folge haben.
Die Mitarbeiterbindung ist nun Teil der Kalkulation für den SFR-Kauf
Die Käufer können keine konkreten Arbeitsplätze versprechen, keine individuellen Garantien geben oder die Zielorganisation bekanntgeben, solange die Transaktion nicht abgeschlossen ist. Das Wettbewerbsrecht verbietet zudem eine verfrühte Abstimmung zwischen Konkurrenten, die rechtlich gesehen noch immer im Wettbewerb stehen.
Bouygues-Chef Olivier Roussat bezeichnete das Thema im Radiosender France Inter als „Rätsel“.
Was dies für die französischen Telekommunikationsanbieter bedeutet
Durch die Übernahme von SFR würde sich der französische Telekommunikationsmarkt von vier auf drei Betreiber verkleinern, sodass die Personalfrage kein Nebenthema ist. Für Orange, Free und Bouygues Telecom besteht zunächst eine rechtliche Einschränkung: Sie dürfen die Struktur nach der Übernahme nicht vorab aushandeln, solange sie noch Konkurrenten sind.
Dadurch bleibt die Personalplanung eher in der Warteschleife als dass es einen klaren Integrationsfahrplan gäbe.