Frankreichs Telekommarkt erreichte im dritten Quartal 2004 9,3 Mrd. Euro und legte damit im Jahresvergleich um 5,4% zu. Wachstum bei Mobilfunk und Internet übertraf den Rückgang der Festnetztelefonie.
Festnetztelefonie verliert weiter an Boden
Die Umsätze mit Festnetztelefonie sanken gegenüber dem dritten Quartal 2003 um 5,4%. Frankreich kam zum Quartalsende auf rund 33,7 Millionen Festnetzanschlüsse.
Auch die Entbündelung nahm weiter zu: Zum Ende des dritten Quartals gab es 1 Million entbündelte Anschlüsse, nach 141.000 ein Jahr zuvor. Knapp 8 Millionen Festnetzteilnehmer nutzten inzwischen einen anderen Anbieter als den Incumbent.
Internetumsatz und Breitbandzugänge steigen
Die registrierten Betreiber erzielten mit Internetdiensten 561 Millionen Euro Umsatz, ein Plus von 72% gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Highspeed-Internetzugänge erreichte zum Quartalsende 5,5 Millionen und damit fast die Hälfte aller Internetzugänge.
Die Aufteilung zeigt weiterhin einen Markt, in dem Breitbandzugänge schnell wuchsen, während der gesamte Telekommarkt noch immer von den älteren Festnetz- und Mobilfunkdiensten geprägt war.
Mobilfunk bleibt größter Umsatzträger
Der Mobilfunk setzte 3,8 Mrd. Euro um und legte im Berichtszeitraum um 10,2% zu. Das auf Mobiltelefonen erzeugte Verkehrsvolumen war dem von Festnetztelefonen sehr ähnlich.
Mehr als 90% der Mobilfunkumsätze entfielen auf Sprache. Die Erlöse aus Datenübertragung und persönlicher Nachrichtenübermittlung stiegen im Jahresvergleich um 22,5%. Die Zahl der Kunden bei den Mobilfunkanbietern erreichte 42,9 Millionen, die Mobilfunkdurchdringung lag zum Quartalsende bei 71%.
Bedeutung für Festnetz- und Mobilfunkanbieter
Das Quartal zeigt, wohin sich die Telekomerlöse in Frankreich verschoben: weg von der Festnetztelefonie und hin zu Internet und Mobilfunk. Für die Anbieter kam das stärkere Wachstum vor allem bei Highspeed-Zugängen und mobilen Datendiensten, auch wenn Sprache weiterhin den Großteil der Mobilfunkumsätze ausmachte.