Objenious wird sein LoRaWAN-Netz im Dezember 2024 stilllegen, da das Unternehmen verstärkt auf LTE-M und NB-IoT setzt. Der Betreiber nutzte das Jahr 2022 zudem, um ein neues NB-IoT-Testangebot voranzutreiben und sein Mobilfunk-IoT-Portfolio als Weg in die Zukunft zu positionieren.
Diese Umstellung begann jedoch nicht erst im Jahr 2024. Objenious brachte im Sommer 2018 ein „Starter“-Angebot auf Basis seiner Spot-Plattform auf den Markt und verkaufte Unternehmen Online-Tools zum Aufbau und zur Verwaltung ihrer eigenen IoT-Lösung im Rahmen eines Jahresabonnements zum Preis von 20 Euro pro Sensor. Das Unternehmen stellte ab dem 1. September 2022 die Annahme neuer Abonnements und die Verlängerung bestehender Verträge für dieses Angebot ein.
Mobilfunk-LPWAN wurde zum Hauptgeschäftsfeld
Einen Monat nach der Einführung von LTE-M gab Objenious bekannt, dass es ein eigenes NB-IoT-Netz betreibt. Damit war es der erste Betreiber in Frankreich, der seinen Kunden beide zellulären LPWAN-Netze zur Verfügung stellte; zum Zeitpunkt der Ankündigung am 23. November 2021 waren bereits 1.400 Gemeinden abgedeckt.
Bernardo Cabrera erklärte, das Ziel von Objenious bei NB-IoT und LTE-M sei es, bis Ende 2022 eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Objenious ging zudem davon aus, dass LTE-M und NB-IoT im Jahr 2024 50 % der neuen Anschlüsse ausmachen würden.
Ein Testangebot für Projekte, die sich bereits dafür entschieden hatten
Auf der Sido Paris 2022 stellte Objenious „Explore NB-IoT“ vor, ein 12-monatiges Angebot zum Testen des Netzes. Bernardo Cabrera erklärte, Objenious befinde sich in einer entscheidenden Phase, da die Entscheidungen über die Konnektivitätslösungen bei Großprojekten gerade jetzt getroffen würden.
Objenious führt zudem Gespräche mit Urban Control, dem englischen Smart-Lighting-Unternehmen, das ein LTE-M- und NB-IoT-Beleuchtungsmodul für groß angelegte Implementierungen entwickelt hat.
Was dies für IoT- und M2M-Käufer bedeutet
Die kommerzielle Botschaft ist klar: Objenious lenkt seine Kunden weg vom bisherigen LoRaWAN-Weg hin zu mobilfunkbasiertem LPWAN. Für Käufer ist nicht mehr das alte „Starter“-Abonnement der relevante Maßstab, sondern die Möglichkeit, NB-IoT vor der Skalierung zu testen und bei der Umsetzung zwischen LTE-M und NB-IoT zu wählen.