Zum Hauptinhalt springen

Ericsson warnt davor, dass sich bei 6G die Fehlentwicklung von 5G im Bereich IoT wiederholen könnte

Laut Ericsson rückt 6G immer näher, während die Einführung des IoT nach wie vor mit hohen Modulpreisen, einer schwachen Netzabdeckung und Unklarheiten zu kämpfen hat.

Ericsson warnt davor, dass sich bei 6G die Fehlentwicklung von 5G im Bereich IoT wiederholen könnte

Ericsson zufolge rückt 6G immer näher, während der IoT-Markt nach wie vor mit hohen Modulpreisen, unzureichender Abdeckung und Unterstützung sowie technologischer Verunsicherung zu kämpfen hat. Der jüngste „Mobility Report“ des Unternehmens weist zudem auf einen möglichen „Superzyklus“ hin, der Smart-Brillen und andere vernetzte physische KI-Geräte vorantreiben könnte.

Demselben Bericht zufolge sind Chipsatzhersteller daran interessiert, von Anfang an bei der nächsten Generation dabei zu sein. Dies passt besser zum 6G-Hype-Zyklus als zum mobilfunkbasierten IoT-Markt, den 5G eigentlich ausbauen sollte.

Ericssons 6G-Strategie konzentriert sich auf neue Gerätetypen

Der „Mobility Report“ von Ericsson beschreibt einen Superzyklus als eine ungewöhnlich starke, mehrjährige Upgrade-Welle. In diesem Szenario werden Smart-Brillen und andere vernetzte physische KI-Geräte zu den führenden Anwendungsfällen und sind nicht mehr nur eine nachträgliche Idee.

Der Bericht versucht zudem, die Erwartungen hinsichtlich der Frage neu zu justieren, wer frühzeitig auf den Plan tritt. Ericsson zufolge wollen Chipsatzhersteller von Anfang an bei der nächsten Generation dabei sein – was daran erinnert, dass Geräte- und Halbleiter-Roadmaps darüber entscheiden werden, wie schnell 6G über das Stadium der Präsentationsfolien hinauskommt.

5G-IoT hat die Prognosen nicht erfüllt

Der Artikel stellt diesen Optimismus dem Verfehlen der Ziele im letzten Zyklus gegenüber. Dave Evans prognostizierte 2015, dass es bis 2020 weltweit 50 Milliarden IoT-Geräte geben würde, doch laut dem Ericsson Mobility Report gab es im vergangenen Jahr weltweit 22,3 Milliarden IoT-Geräte.

Die Analyse ergibt, dass Evans’ Prognose fünf Jahre nach dem angestrebten Zeitpunkt um 27,7 Milliarden Geräte zu hoch war. Diese Lücke ist der deutlichste Indikator in dem Artikel dafür, dass der Mobilfunk-IoT-Markt nie den ursprünglichen Erwartungen entsprach.

Wichtige Erkenntnisse für die Planung von IoT-Modulen und Chipsätzen

Für Modulhersteller, Chipsatzlieferanten und Netzbetreiber, die Geräte-Roadmaps planen, ist die Botschaft einfach: 6G wird sich denselben Einführungshemmnissen nicht entziehen können, wenn Modulpreise und Netzabdeckung weiterhin den Engpass darstellen. Ericsson setzt darauf, dass die nächste Welle von neuen Formfaktoren ausgehen wird und nicht von einer breiten IoT-Belebung nach dem Zeitplan von 5G.

Was die Gerätezahl für 6G-Prognosen bedeutet

Die Zahl von 22,3 Milliarden Geräten liefert eine aktuelle Basis für alle, die die IoT-Nachfrage für den nächsten Zyklus modellieren. Sie zeigt auch, warum 6G-Prognosen, die auf einem pauschalen Wachstum der Geräteanzahl basieren, eine genauere Betrachtung erfordern, welche Geräte tatsächlich als erste auf den Markt kommen sollen.

Quellen