Die LoRa Alliance positioniert LoRaWAN als gemeinsame Konnektivitätsschicht für die intelligente Landwirtschaft, wobei die Anwendungsfälle von der Erkennung von Pflanzenkrankheiten über die Verfolgung von Nutztieren bis hin zur Bewässerung und zur Überwachung landwirtschaftlicher Betriebe reichen.
Das Konzept geht über Feldsensoren hinaus. Dasselbe Framework wird mit privaten Gateways, lizenzfreien Frequenzbändern und Satellitenreichweite verknüpft – eine Kombination, die entscheidend ist, wenn landwirtschaftliche Betriebe eine Abdeckung benötigen, die über die Reichweite herkömmlicher Mobilfunknetze hinausgeht.
Australien und Malaysia sind die Vorzeigebeispiele
In Australien setzt MooField solarbetriebene GPS-Ohrmarken mit einem Gewicht von unter 30 Gramm für Rinder auf weitläufigen Weideflächen ein. Der Einsatz erfolgt über RAKwireless LoRaWAN-Gateways mit Solarbatterien und Fernverwaltung, und MooField prüft derzeit den Einsatz von Satelliten-Backhaul für größere Roaming-Gebiete.
In Malaysia hat MIE Agro Farm mehr als 20 LoRaWAN-Bodensensoren von Seeed Studio an 6.000 Durianbäumen auf einem über 80 Hektar großen Anwesen installiert. Das System ersetzte manuelle Kontrollen, die zuvor zwei Stunden pro Tag in Anspruch nahmen, und schuf eine Datenbasis für den Duriananbau.
Wofür der LoRaWAN-Stack genutzt wird
Der Artikel argumentiert, dass intelligente Landwirtschaft zunehmend zu einer Frage der Infrastruktur und nicht mehr nur zu einer Frage der Anwendung wird. Das ist der wichtige Punkt hier: LoRaWAN spielt seine Stärken am besten dort aus, wo landwirtschaftliche Betriebe viele kleine, verteilte Signale benötigen, die über große Flächen zuverlässig erfasst werden müssen, und wo nach der Einrichtung des ersten Netzwerks Raum für neue Anwendungsfälle bleibt.
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Für Betreiber und Integratoren bedeutet dies konkret, dass LoRaWAN als wiederverwendbare Ebene für landwirtschaftliche Betriebe und nicht als einmalige Implementierung vorangetrieben wird. Bei den Beispielen geht es nicht um dichtes städtisches IoT, sondern darum, Bestände und Bodendaten im Blick zu behalten, wenn Stromversorgung, Netzabdeckung und Zugang eingeschränkt sind.