China Mobile hat am Freitag seine Halbjahreszahlen vorgelegt. Der Konzern meldete für das erste Halbjahr einen Rückgang des Nettogewinns um 6% im Jahresvergleich, ein Minus beim Umsatz von 1,1% und nur 1% Wachstum beim gesamten KI-Umsatz.
Der Betreiber sagte außerdem, dass sein mobiler Datenverkehr im ersten Halbjahr um 16% gestiegen sei, während der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer im reinen Mobilfunkgeschäft um 9% zurückging.
Die Umsatzlinien von China Mobile entwickelten sich unterschiedlich
Die größte Geschäftseinheit von China Mobile, die mobilen und festen Internetverkehr sowie Telefonie umfasst, verzeichnete beim zusammengefassten Umsatz ein Minus von 5,7%. Das Unternehmen hat zudem mehr als 1 Milliarde Mobilfunkkunden, und 687 Millionen von ihnen können sein 5G-Netz nutzen.
Höhere Steuern trugen zum Rückgang des Nettogewinns um 6% bei. Der Umsatzrückgang im ersten Halbjahr resultierte bei China Mobile aus dem Minus in der größten Sparte und nicht aus einem einzelnen isolierten Posten.
ARPU sank trotz höherem Verkehr
Der mobile Datenverkehr von China Mobile stieg im ersten Halbjahr um 16%, während der ARPU im reinen Mobilfunkgeschäft um 9% fiel. Analysten verweisen auf die höhere von der Regierung auf Internet-, Telefonie- und SMS-Dienste erhobene Mehrwertsteuer als möglichen Grund für den ARPU-Rückgang.
Das Unternehmen machte den KI-Umsatz nicht nach Geschäftsbereichen auf, teilte aber mit, dass der gesamte KI-Umsatz nur um 1% gestiegen sei.
Lesestoff für China-Mobile-Beobachter
Die Halbjahreszahlen von China Mobile liefern Betreibern und Ausrüstern einen klaren Referenzpunkt für den ARPU-Druck bei gleichzeitig wachsendem Verkehr. Das Unternehmen legte außerdem offen, dass der gesamte KI-Umsatz nur um 1% zulegte. Das lässt wenig Spielraum für alle, die KI als Ausgleich für eine schwächere Wirtschaftlichkeit des Kerngeschäfts verkaufen wollen.