Laut dem aktuellen „Mobility Report“ von Ericsson wird Westeuropa in den nächsten sechs Jahren den Rest der Welt bei den 5G-Verträgen überholen. Der Abschnitt „Satellite & Space Connectivity“ im selben Bericht befasst sich mit der Prognose für Satelliten-Breitbandverträge, die laut Ericsson bis 2031 stark ansteigen werden.
Der 5G-Aufschwung in Westeuropa
Die 5G-Verbreitung in Westeuropa lag im Jahr 2025 bei 54 % und damit hinter Nordamerika mit 79 % und Nordostasien mit 60 %. Ericsson prognostiziert, dass dieser Wert bis 2031 95 % erreichen wird, womit Westeuropa vor Nordamerika mit 92 % sowie den GCC-Ländern und Nordostasien mit knapp unter 90 % liegen wird.
Dem Bericht zufolge hat die Zahl der weltweiten 5G-Verträge zudem die 3-Milliarden-Marke überschritten, und 5G-Netze wickeln mittlerweile die Hälfte des gesamten mobilen Datenverkehrs weltweit ab. Der mobile Datenverkehr wuchs zwischen dem ersten Quartal 2025 und dem ersten Quartal 2026 um 22 %, was hauptsächlich auf den gestiegenen Videokonsum zurückzuführen ist.
Satelliten-Breitband in derselben Prognose
Ericssons Prognose geht davon aus, dass die Zahl der Satelliten-Breitbandanschlüsse Ende 2025 bei rund 10 Millionen liegen und bis Ende 2031 auf rund 33 Millionen ansteigen wird. Dies ist eine separate Marktentwicklung innerhalb desselben „Mobility Report“, steht jedoch im Kontrast zu den stärkeren Aussichten für 5G-Abonnements in Westeuropa.
Was Netzplaner aus den Zahlen lernen sollten
Für Netzbetreiber und Infrastrukturteams ist die Botschaft des Berichts einfach: Westeuropa ist noch nicht abgeschrieben, auch wenn es zunächst einen Rückstand aufweist. Ericsson prognostiziert einen raschen Aufholprozess bei der 5G-Verbreitung, während das Datenverkehrswachstum weiter zunimmt und 5G weiterhin eine zentrale Rolle bei den globalen mobilen Datenlasten spielt.