Sudans Mobilfunkmarkt wird von drei Anbietern bedient — Zain Sudan (der größte), MTN Sudan und Sudani —, doch der im April 2023 ausgebrochene Bürgerkrieg hat die Konnektivität verwüstet. Der Sudan hat wiederholte, langanhaltende Netz- und Internetausfälle erlitten: Eine landesweite Abschaltung ab Februar 2024 schnitt etwa 30 Millionen Menschen für mehr als einen Monat ab, und große Gebiete — insbesondere von der RSF kontrollierte Teile von Darfur und Khartum — blieben über längere Zeiträume offline. Wo die von der Armee kontrollierten „sicheren Bundesstaaten“ den Dienst wiederhergestellt haben, funktioniert 3G/4G wieder, aber die Verfügbarkeit ändert sich ständig mit den Frontlinien. Zuverlässige ausländische Reise-eSIMs existieren im Wesentlichen nicht, und der Sudan ist für nahezu jede Regierung ein „Nicht reisen“-Ziel — prüfen Sie Ihre aktuelle Reisewarnung vor jeder Reise.
Netze & Abdeckung
Vor dem Krieg boten Zain, MTN und Sudani 3G und 4G in den großen Städten. Der Konflikt hat Masten und Glasfaser zerstört, und beide Seiten haben in Gebieten, die sie nicht kontrollieren, gezielt Strom und Konnektivität gekappt. Die Abdeckung ist heute fragmentiert: Einige Regionen haben 3G/4G wiederhergestellt, andere haben keine. Viele Einwohner haben auf Starlink-Satellitenterminals umgestellt, weil die Mobilfunknetze so unzuverlässig sind.
eSIM oder physische SIM?
Die großen Reisemarken (Airalo, Nomad, Saily, Ubigi) bieten den Sudan nur als Teil regionaler Afrika-Pakete an — zum Beispiel Airalos „Hello Africa“-Paket — statt eines eigenen, verlässlichen Sudan-Tarifs, und selbst diese roamen in Netze, die ausgefallen sein können. Es gibt keine zuverlässige Einzelland-Reise-eSIM. Eine lokale physische SIM funktioniert nur dort, wo das Netz läuft, und ist inmitten des Konflikts schwer zu beschaffen oder zu nutzen. Satellit (Starlink) ist die realistische Rückfalloption für dauerhafte Konnektivität.
Daten, Anrufe & Nachrichten
Wenn Netze funktionieren, führen lokale SIMs Sprache, SMS und Daten; regionale Reise-eSIMs sind reine Daten-eSIMs und erben die jeweils vorhandene lokale Abdeckung. Während Ausfällen funktioniert nichts davon, und Anrufe, SMS und Apps schlagen alle fehl. Rechnen Sie mit längeren Zeiträumen ganz ohne Dienst.
Wie viele Daten benötigen Sie?
Da Ausfälle häufig sind, verlassen Sie sich nicht auf mobile Daten als primäre Verbindung. Falls Sie einen Tarif beschaffen, reicht ein kleines regionales Kontingent von 1–3 GB für die Zeitfenster, in denen das Netz läuft. Laden Sie alles Wesentliche vorab herunter und richten Sie ein satellitengestütztes Backup ein, falls durchgehende Konnektivität wirklich erforderlich ist.